| Der Sichelspeer der Hôzôinryû (12) |
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Von Kagita Chûbê, 20. Sôke der Hôzôinryû Historische Spuren der Hôzôinryû Wie ich in der letzten Folge bereits geschrieben habe, existierte der Hôzôin am Ende der Edo-Zeit1 noch, und es wurde dort Sôjutsu unterrichtet. Doch im Laufe der anti-buddhistischen Bewegung zu Beginn der Meiji-Zeit2 wurden seine Gebäude abgerissen und sein Grundbesitz enteignet. Dabei ging sein Dôjô ebenso verloren wie das Archiv seiner Schriften, was überaus bedauerlich ist. Daher gibt es heute nur wenige historische Denkmäler, die mit der Hôzôinryû in Beziehung stehen, und diese möchte ich im Folgenden vorstellen.
Der Gedenkstein auf dem Gelände des Hôzôin Der Friedhof des Hôzôin Der Friedhof, auf dem der Stilbegründer Inei, das zweite Oberhaupt der Schule, Inshun, und ihre Nachfolger ruhen, liegt im Naraer Viertel Byakugôji. Die Angehörigen unserer Schule besuchen und pflegen die Gräber zu allen Jahreszeiten. Jedes Jahr findet zudem am 26. August, dem Todestag Ineis, eine Totenandacht statt, an der auch der Vorsteher des Kôfukuji und der Vorstand der Naraer Gesellschaft zur Erhaltung des Hôzôinryû Sôjutsus3 teilnehmen. Doch waren die Grabsteine durch ihr Alter so verwittert und standen, bedingt durch Baumwurzeln, so schief, dass es nicht mit anzusehen war. Deshalb ließ ich als ein Projekt anlässlich des 400sten Todestages Ineis die Grabstätten der Großmeister des Hôzôinryû Sôjutsus instand setzen. Die hierfür nötigen Gelder spendeten die Einwohner Naras. Dank dessen konnte am 26. August 2007, Ineis 400stem Todestag, der neu angelegte Friedhof in einer Zeremonie unter der Leitung des Oberpriesters des Kôfukuji eingeweiht werden. Der Marishiten-Felsen Es heißt Inei, der Begründer unserer Schule, habe in Gestalt dieses Felsens, den es auf dem Gelände des Hôzôin gab, die Gottheit Marishiten verehrt, während er sich seinem Training widmete, um so schließlich unser Sôjutsu hervorzubringen. Marishiten ist die göttliche Personifizierung des Sanskrit-Begriffs Marici (flimmernde Luft). Diese Göttin gewährt Schutz und Sieg und wurde in Japan seit alters her als die Schutzgöttin der Krieger verehrt. Bis zum Ende der Edo-Zeit wurde der Marishiten-Felsen im Hôzôin verehrt und dann einfach in dessen Ruinen zurückgelassen, als der Tempel im Laufe der anti-buddhistischen Bewegung zu Beginn der Meiji-Zeit zerstört wurde. Dies fand ein gewisser Katsuzô aus dem Naraer Viertel Takabatakechô, der der Urgroßvater von Ishizaki Naoji und Arzt für chinesische Heilkunde war, so bedauerlich, dass er den Felsen im Jahre Meiji 204 zu sich nach Hause bringen ließ, ihm dort opferte und ihn als Schutzgottheit des Ärzteberufs anbetete. Seither wurde der Felsen in der Familie Ishizaki "O-Ishi-sama5" genannt und mit Hingabe verehrt. Als ich anfragte, ob die Familie, die den Marishiten-Felsen gerettet hatte, ihn stiften würde, stieß ich auf großes Verständnis. Als neuer Aufstellungsort bot sich der dem Hôzôin verbundene Kôfukuji gerne an. Dort wurde der Marishiten-Felsen am 31. Mai 1999 nach einer von Tagawa Shunei, dem Oberpriester des Kôfukuji, geleiteten Zeremonie vor der dreistöckigen Pagode aufgestellt.
Kananbôtsuji
Mit dieser Folge endet die Serie "Der Sichelspeer der Hôzôinryû". Ich danke Ihnen sehr für das Interesse, mit dem sie meine Beiträge ein Jahr lang verfolgt haben.
(Zuerst erschienen im Nara-Stadtmagazin Ubusuna am 05.12.2009)
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